Chorreise 2016 Drucken

Chorreise Solothurn 16

Aarestadt und Jurakalk

«Es lit es Stedtli wunderhübsch am blaue Aarestrand...»: dies der Anfang des Liedes, das sich die Reiseleiterin zum Abschluss von ihren Schützlingen erbat. Und so ertönte ein Gesang, der sich aus anfänglichem Piano zu einem Forte steigerte, das die Scheiben des Reisecars erzittern liess. Er war der einem Chor adäquate Dank an Hildegard Halter. Sie hatte (auch Ehemann Hans trug das Seine bei) die zweitägige Vereinsreise vom Wochenende vom 03./04. September 2016 ins Solothurnische vorbereitet: kreativ, ausgewogen und im besten Sinn detailverliebt. Im Museum des Kammmacher-Dorfes Mümliswil staunte man über die von kunstreich geschnittenen Mümliswiler Kämmen turmhochgesteckten Frisuren des englischen Königshauses, und bei der Einsiedelei am Ende der Verenaschlucht vermochte der eine – die andere vielleicht sogar das Fluidum eines Kraftortes zu erspüren. Auf dem Weissenstein, dem geliebten Hausberg der Solothurner, wurde auf gemächliche Weise der Wanderlust gefrönt, und am Sonntagmorgen war man angenehm überrascht, dass sich nach dem sangesfrohen und weinseligen Kurhausabend sogar das Absackergrüppchen rechtzeitig beim Carparkplatz einfand. Die Mitgestaltung der Sonntagsmesse in der Pfarrkirche von Oberdorf war für den Chor ein tiefes Erlebnis, und auch die Gottesdienstbesucher samt musikkundigem Pfarrer zeigten sich beeindruckt. Einem Geheimtipp folgend wurde für das Mittagessen eine Bauernhof-Speisewirtschaft angepeilt; der blosse Gedanke an die Zartheit des gekochten Schinkens wird die 37 Münder noch jahrelang wässrig machen. Mit einer Stadtführung – professionell, lehrreich, spannend, versehen mit den einzigen an einer Hand abzuzählenden Regentropfen – gehörte auch der letzte Programmpunkt der Geschichte an. Fazit: Solothurn an der Aare ist nicht nur eine Reise wert, sondern auch einer Hymne würdig.